In einem Land, in dem man gewohnt ist, zwischen evangelisch und katholisch zu unterscheiden, klingt die Bezeichnung evangelisch-freikirchlich für manchen fremd. Deshalb möchten wir uns Ihnen vorstellen.
Die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden unterscheiden sich von anderen Kirchen nicht durch Sonderlehren. Sie gehören vielmehr zu den kirchlichen Erneuerungsbewegungen, die im Laufe der jüngeren Kirchengeschichte entstanden sind.
In Deutschland gibt es unsere Gemeinden seit 1834. Früher waren sie unter dem Namen "Baptisten" (d.h. Täufer) bekannt. Bestimmt ist Ihnen dieser Name schon einmal begegnet; sei es beim Baptistenpastor und Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King oder beim baptistischen Laienprediger und Ex-Präsidenten der USA, Jimmy Carter.
Die Baptisten bilden mit über 35 Millionen Mitgliedern eine der größten evangelischen Bewegungen der Welt. In Nordamerika z.B. sind sie mit mehr als 29 Millionen die größte protestantische Kirche überhaupt. In Deutschland gehören ca 87.000 getaufte Mitglieder dazu. Damit sind sie die größte Freikirche. In den dreißiger und vierziger Jahren dieses Jahrhunderts schlossen sich die deutschen Baptisten mit anderen bekenntnisverwandten Christen zusammen und änderten deshalb ihren Namen in "Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden".
...das heißt für uns - die Gute Nachricht von Jesus Christus (= Evangelium) steht im Mittelpunkt unserer Verkündigung und unseres Gemeindelebens. Wir haben die gleichen theologischen Wurzeln wie alle evangelischen Kirchen. Wir wissen uns mit allen anderen gläubigen Christen verbunden.
... das heißt für uns - wir sind im Unterschied zu den großen Volkskirchen in Deutschland eine Freikirche. Wir wollen nur die Menschen als Gemeindemitglieder aufnehmen, die sich - freiwillig - für Jesus Christus entschieden haben. Das "Evangelium" von Jesus gilt allen Menschen auf der Welt. Jeder muß persönlich Stellung dazu nehmen. Das geht nicht ohne Umkehr zu Jesus Christus. Gott respektiert unsere Entscheidung. ER lädt alle ein, zwingt aber niemanden, Christ zu werden. Deshalb taufen wir nach neutestamentlichem Vorbild nur diejenigen, die sich in freier Glaubensentscheidung zu Jesus Christus bekannt haben. Die Taufe von Kleinkindern praktizieren wir nicht.
Das Prinzip der Freiwilligkeit gilt auch für Selbstfinanzierung und Selbstverwaltung der Gemeinden. Kirchensteuer gibt es bei uns ebensowenig wie eine Ämterhierarchie.
... das heißt für uns - in den örtlichen Gemeinden soll es so zugehen, daß die Mitglieder, aber auch Gäste und Besucher Gemeinschaft erleben, sich beheimatet fühlen und füreinander und für andere da sind. Dabei entdecken wir die Vielfalt und den Reichtum der Gaben, die Gottes Geist in jeden von uns hineingelegt hat.
Mit der Mitgliedschaft verbindet sich in der Regel eine aktive Beteiligung am Leben der Gemeinde, verantwortliche Mitarbeit und Förderung durch finanzielle Beiträge.
Am besten - kommen Sie doch einfach mal bei uns vorbei! Wir laden Sie herzlich ein, uns persönlich kennenzulernen und vor allem unseren lebendigen Gott, der auch Ihr Leben verändern kann!